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Sanitärbereiche in Pflegeeinrichtungen planen und sanieren

In Senioren- und Pflegeheimen geht es um weit mehr als Komfort – es geht um den Schutz besonders schutzbedürftiger Menschen. Viele Bewohner sind gesundheitlich geschwächt, in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt oder in ihrer Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt. Krankheiten, die beispielsweise durch Legionellen ausgelöst werden können, sind für diese Personen deutlich gefährlicher, als für junge, gesunde Menschen. Umso wichtiger ist eine Umgebung, die Sicherheit, Hygiene und Komfort gleichermaßen gewährleistet – insbesondere in den Sanitärbereichen. 

In der Praxis stehen Planer und Betreiber jedoch vor großen Herausforderungen: Veraltete Anlagen, mangelnder Verbrühungsschutz oder unzureichende Trinkwasserhygiene können schnell zum Risiko werden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Barrierefreiheit, Bedienkomfort und einen wirtschaftlichen Betrieb. 

Mit intuitiv bedienbaren, effizienten und langlebigen Armaturen sowie dem Wassermanagement-System SWS bietet SCHELL Lösungen, um Pflegeeinrichtungen sicher und zukunftsfähig auszustatten.

Anforderungen an die sanitäre Ausstattung in Pflegeeinrichtungen

Die Anforderungen an Sanitärbereiche in Pflegeeinrichtungen sind vielfältig und eng mit den Bedürfnissen der Nutzer verknüpft. Entscheidend sind vor allem Sicherheit, Hygiene und eine bedarfsgerechte Ausstattung. Die wichtigsten Anforderungen im Überblick: 

Allgemeine Anforderungen

Nutzersicherheit: Die Sanitärbereiche in Pflegeeinrichtungen müssen für Menschen allen Alters und mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen sicher nutzbar sein. Gerade ältere und pflegebedürftige Personen reagieren oft verzögert. Ein zuverlässiger Verbrennungs- und Verbrühungsschutz ist daher unerlässlich, um Verletzungen zu verhindern. Auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität müssen die Sanitärbereiche jederzeit sicher nutzen können. 

Nutzerhygiene: Hohe Hygienestandards sind entscheidend, um Infektionsrisiken zu verhindern und eine sichere Nutzung zu gewährleisten. 

Sauberkeit und Pflegeleichtigkeit: Sanitärbereiche in Pflegeeinrichtungen müssen eine hohe Beständigkeit gegenüber intensiven Reinigungs- und Desinfektionsprozessen gewährleisten. Eine schnelle und gründliche Reinigung ist ebenso wichtig.

Trinkwasserhygiene: In Pflegeeinrichtungen ist der Erhalt der Trinkwasserhygiene besonders wichtig, da viele Bewohner zu einer vulnerablen Nutzergruppe gehören und ein erhöhtes Risiko bei Belastung durch Bakterien wie Legionellen oder Pseudomonas aeruginosa haben. Durch unregelmäßige Nutzung einzelner Entnahmestellen kann es zu Stagnation kommen. Ein regelmäßiger Wasserwechsel ist daher unerlässlich. 

Nachhaltigkeit im Betrieb & Wassersparen: Ein sparsamer Umgang mit Wasser und Energie ist ein wichtiges Thema – der Einsatz nachhaltiger und wassersparender Lösungen wird daher immer wichtiger. 

Spezifische Anforderungen

Waschtische: Waschtische in Pflegeeinrichtungen werden von unterschiedlichen Nutzergruppen verwendet. In Bewohnerzimmern steht eine sichere und möglichst selbstständige Nutzung im Vordergrund – auch bei eingeschränkter Mobilität und Kraft. In den Besucher- und Gemeinschaftsbereichen sind die Waschtische stärker frequentiert und müssen vor allem hohen Anforderungen an Hygiene und Belastbarkeit gerecht werden. Eine einfache Reinigung ist in allen Bereichen unerlässlich. 

WC-Bereiche: WC-Bereiche in Pflegeeinrichtungen müssen von Menschen mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen sicher nutzbar sein. Viele Bewohner sind in ihrer Mobilität eingeschränkt oder auf zusätzliche Unterstützung angewiesen. Entsprechend müssen sowohl eine einfache Bedienbarkeit als auch ausreichende Platzverhältnisse und hohe Hygienestandards gewährleistet sein. 

Duschen: Duschen müssen nicht nur hygienische Sicherheit gewährleisten, sondern auch Verbrühungs- und Verbrennungsrisiken zuverlässig ausschließen. Zudem muss auch hier eine Nutzung für Bewohner mit eingeschränkter Mobilität problemlos möglich sein. 

Küchenbereiche: In Pflegeeinrichtungen ist eine besonders hygienische Wasserversorgung essenziell, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden und die strengen Vorgaben an die Lebensmittelzubereitung einzuhalten. Robuste Materialien und eine einfache Reinigung sind hier ebenfalls entscheidend.

Technikbereiche: Technik- und Reinigungsräume sind häufig wenig frequentiert, benötigen aber dennoch zuverlässige Sanitärlösungen. Kompakte, platzsparende Armaturen, die ohne zusätzlichen Installationsaufwand auskommen, sind erforderlich. 

Sanierung oder Neubau – worauf es ankommt

Egal ob alte Anlagen renoviert, modernisiert, saniert oder neue Sanitärbereiche geplant werden – Ziel ist immer ein sicherer, hygienischer und funktionaler Betrieb. Dabei gelten klare Anforderungen für Planung und Betrieb.

Nutzersicherheit: Verbrühungs- und Verbrennungsschutz

Zum Schutz aller Bewohner, Besucher sowie dem Personal muss die eingesetzte Sanitärtechnik zuverlässig vor Verbrühungen und Verbrennungen schützen. Technische Regelwerke fordern hierfür konkrete Maßnahmen: Die DVGW W 551 schreibt den Einsatz von Entnahmearmaturen mit Einzelsicherungen und – wo erforderlich – mit Verbrühungsschutz vor. Die DIN EN 806-2 empfiehlt den Einsatz thermostatischer Mischventile mit einer Höchsttemperatur von 43 °C. Eine Verbrennung durch zu heiße Oberflächen sollte ebenfalls ausgeschlossen sein.

Trinkwasserhygiene

Grundvoraussetzung für den Erhalt der Trinkwassergüte: das Wasser muss fließen. Auch in Pflegeeinrichtungen kann es vorkommen, dass leerstehende Zimmer oder selten genutzte Entnahmestellen bspw. in Technikräumen oder im Keller zu Stagnation in den Leitungen führen – dadurch steigt das Risiko einer gesundheitsgefährdenden Vermehrung von Legionellen in der Trinkwasserinstallation. Um dem vorzubeugen, fordert die VDI 6023 Blatt 1 spätestens alle 72 Stunden einen vollständigen Wasserwechsel über alle Entnahmestellen. Betreiber sind verpflichtet, den bestimmungsgemäßen Betrieb sicherzustellen und lückenlos zu dokumentieren. 

Lösungen von SCHELL für alle Sanitärbereiche in Pflegeeinrichtungen

Waschtische

Viele Bewohner von Pflegeeinrichtungen sind nur eingeschränkt beweglich oder haben wenig Kraft in den Händen. Wichtig sind daher Armaturen, die sich einfach und sicher bedienen lassen. Mit den Einhebelmischern MODUS EH-T und MODUS Care EH-T bietet SCHELL zwei Lösungen, die besonders ergonomisch gestaltet und leichtgängig zu bedienen sind. Dank offener Bügelform und einem zusätzlich verlängertem Hebel mit nach oben geneigter Spitze bei der MODUS Care EH-T lassen sich die Armaturen auch mit wenig Kraft und eingeschränkter Feinmotorik leicht bewegen. Die Thermoprotect-Technologie mit Thermostat-Kartusche sorgt zusätzlich für sicheren, gradgenauen Schutz vor Verbrühungen.

Für die Besucherbereiche eignen sich berührungslose Armaturen, wie die XERIS E², CELIS E² und PURIS E² von SCHELL. Durch die präzise ToF-Sensortechnologie (Time of Flight) wird der Wasserfluss kontaktlos ausgelöst, sobald sich die Hände im Erfassungsbereich befinden. Dadurch wir das Risiko von Schmierinfektionen erheblich reduziert. Dank automatischer Abschaltung wird zudem Wasser und Energie gespart. Zudem bieten die Waschtisch-Armaturen CELIS E² und PURIS E² eine mechanische Heißwasserbegrenzung. Die XERIS E²-T besitzt ein ThermoProtect-Thermostat für zuverlässigen, gradgenauen Verbrühungsschutz und sofortigem Wasserstopp bei Ausfall des Kaltwassers.

WC-Bereiche

Für die WC-Bereiche in Pflegeeinrichtungen bietet SCHELL passende Lösungen, die sowohl Hygiene als auch Barrierefreiheit unterstützen. Besonders geeignet sind die WC-Module MONTUS TYP CS 120 sowie MONTUS Flow H. Dank schmaler Rahmenform lassen sich die WC-Module problemlos mit den SCHELL Traglasten-Modulen MONTUS kombinieren. Diese ermöglichen eine einfache und normgerechte Installation von wandhängenden Stützgriffen und anderen Einrichtungselementen – auch im Nachhinein. 

Duschen

Im Duschbereich von Pflegeeinrichtungen steht die Sicherheit der Nutzer besonders im Fokus. Ein zuverlässiger Verbrühungs- und Verbrennungsschutz ist entscheidend, da neben Hautschädigungen auch Sturzrisiken durch Fluchtreaktionen bestehen können.

Die Unterputz-Duscharmaturen der Serie LINUS von SCHELL zeichnen sich durch einen hohen Nutzerkomfort und sparsamen Wasserverbrauch aus. Für eine barrierefreie Badgestaltung eignen sich besonders Modelle mit intergierter ThermoProtect-Technologie – beispielsweise LINUS D-C-T

Besonders praktisch: Die Unterputz-Duschen LINUS können mit aerosolarmen Duschköpfen kombiniert werden. Diese funktionieren ohne Luftbeimischung und reduzieren die Bildung von Aerosolen auf ein Minimum – so sinkt die Gefahr durch darin enthaltene Bakterien und Viren deutlich.

Aufputz-Duscharmaturen der Serie VITUS bieten verschiedene Bedienkonzepte und eine hohe Flexibilität bei der Installation. Modelle wie die VITUS VD-SC-T ermöglichen eine einfache Bedienung mit automatischem Schließvorgang und sind mit ThermoProtect-Technologie für sicheren, gradgenauen Verbrühungsschutz ausgestattet. 

Auch die Aufputz-Duscharmatur MODUS MD-T von SCHELL eignet sich ideal für den Einsatz in Pflegeeinrichtungen. Ausgestattet mit ThermoProtect-Technologie gewährleistet sie einen effektiven Verbrühungsschutz. Darüber hinaus sorgt die IsoBody-Technologie dafür, dass sich das Gehäuse selbst bei hohen Wassertemperaturen nicht aufheizt – für einen sicheren Verbrennungsschutz. Die durchdachte Gestaltung des Brausethermostats mit Flügelgriffen und Piktogrammen ermöglicht eine intuitive Bedienung, auch für Nutzergruppen mit Einschränkungen.

Küchenbereiche

Mit der GRANDIS E bietet SCHELL eine hybride Küchenarmatur, die sowohl manuelle als auch berührungslose Bedienung ermöglicht. Der Einhebelmischer erlaubt die gewohnte manuelle Steuerung, während der integrierte Infrarot-Sensor die berührungslose Betätigung mit voreingestellter Wassertemperatur sicherstellt. Robustheit, pflegeleichte Oberflächen und zuverlässige Technik machen die GRANDIS E ideal für den anspruchsvollen Betrieb in Pflegeeinrichtungen.

Technikbereiche

Für selten genutzte Ausgussbecken sind elektronische, berührungslose Waschtisch-Armaturen wie die MODUS E ideal. Sie benötigen wenig Platz, sind wassersparend und sowohl für Kalt- als auch Mischwasser geeignet – perfekt für abgelegene Technikräume. Ein weiterer Vorteil ist die Pflegeleichtigkeit.

Trinkwassergüte in Pflegeeinrichtungen erhalten mit dem SCHELL Wassermanagement-System SWS / SMART.SWS

Eine besonders smarte Lösung für Pflegeeinrichtungen ist das Wassermanagement-System SWS / SMART.SWS von SCHELL, welches der Unterstützung beim Erhalt der Trinkwassergüte dient. Betreiber sind verpflichtet, das Trinkwasser alle 72 Stunden über alle Entnahmestellen auszutauschen. Für Gesundheitseinrichtungen empfiehlt die VDI 6023 sogar noch kürzere Verweilzeiten von 24 Stunden. Mit SWS / SMART. SWS in Kombination mit elektronischen SCHELL Armaturen sind automatisierte Stagnationsspülungen über alle Entnahmestellen durchführbar – ideal, um einer hohen Legionellenkonzentration vorzubeugen. Durch die zentrale Steuerung aller elektronischen Armaturen wird die Einhaltung von Hygienestandards für Trinkwasserinstallationen sicher, zeit- und wassersparend unterstützt. 

Zukunftssichere Sanitärlösungen für zukunftsfähige Pflegeeinrichtungen

Die Anforderungen an Sanitärbereiche in Pflegeeinrichtungen sind hoch: Schutz vulnerabler Personen, zuverlässige Hygiene, einfache Bedienbarkeit und ein wirtschaftlicher Betrieb müssen gleichermaßen berücksichtigt werden. Gerade für ältere und pflegebedürftige Menschen ist eine sichere Umgebung entscheidend – insbesondere im sensiblen Sanitärbereich. 

SCHELL bietet langlebige, wartungsarme und effiziente Lösungen, die Pflegeeinrichtungen fit für die Zukunft machen – zum Schutz der Bewohner, der Mitarbeiter und der Umwelt.

SCHELL macht Pflegeeinrichtungen: Referenzen

Seniorenzentrum Haus Lehmgruben – Rummelsberger Diakonie 

Objektdaten

Objektart: Seniorenzentrum
Anforderung: Sanierung
Fertigstellung: Juli 2022
Ort: Marktheidenfeld
Land: Deutschland
Planung: Rummelsberger Diakonie Abteilung Immobilien 
SCHELL Produkte: SSC Bluetooth®-Modul, Elektronische Waschtisch-Armatur PURIS E, Aufputz-Waschtisch-Armatur VITUS VW-C-T, Aufputz-Duscharmatur VITUS VD-C-T /u Probenahme-Eckventil

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