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Sanitärausstattung in Arztpraxen: Architektur und Hygiene zusammen gedacht

In Arztpraxen und insbesondere in Zahnarztpraxen spielt Trinkwasser eine zentrale Rolle – von der Handhygiene über Sterilisationsprozesse bis hin zu Anwendungen direkt am Patienten. Gleichzeitig stellen Zahnarztpraxen besondere Anforderungen an die Sanitärausstattung: Viele Entnahmestellen, regelmäßige Nutzungspausen und sensible Behandlungsbereiche können die Trinkwasserhygiene beeinflussen. Architektur, Trinkwasserinstallation und späterer Praxisbetrieb müssen daher frühzeitig zusammen gedacht werden.

Mit robusten elektronischen Armaturen, die automatisierten Stagnationsspülungen auslösen und dem Wassermanagement-System SWS / SMART.SWS bietet SCHELL passende Lösungen, um Zahnarztpraxen sicher, funktional und zukunftsfähig auszustatten.

Anforderungen an die sanitäre Ausstattung in Zahnarztpraxen

Allgemeine Anforderungen

Nutzerhygiene: In Zahnarztpraxen wird nah am Patienten gearbeitet. Hohe Hygienestandards sind entscheidend, um Infektionsrisiken zu minimieren und Patienten sowie Personal zu schützen.

Trinkwasserhygiene: Trinkwasser wird in Zahnarztpraxen für viele Anwendungen benötigt – von der Handhygiene bis zur Anwendung direkt am Patienten. Gleichzeitig können Nutzungsuntgerbrechungen zu überlangen Stagnationszeiten des Trinkwassers in den Leitungen führen. Ein regelmäßiger Wasserwechsel muss dann zuverlässig mit anderen Mitteln sichergestellt werden – entweder durch händische Spülungen oder komfortabel durch automatisierte Stagnationsspülungen elektronischer Armaturen.

Sauberkeit & Pflegeleichtigkeit: Sanitärbereiche in Zahnarztpraxen müssen eine hohe Beständigkeit gegenüber intensiven Reinigungs- und Desinfektionsprozessen gewährleisten. Eine schnelle und gründliche Reinigung ist ebenso wichtig.

Nachhaltigkeit im Betrieb & Wassersparen: Auch in Zahnarztpraxen ist ein sparsamer Umgang mit Wasser und Energie wichtig. Wassersparende Lösungen müssen dabei immer mit den Anforderungen an Trinkwasser- und Nutzerhygiene vereinbar sein.

Funktionalität im Praxisalltag: Die Sanitärausstattung muss die Abläufe in der Praxis unterstützen. Armaturen sollten intuitiv bedienbar, robust und wartungsarm sein.

Spezifische Anforderungen

Behandlungsräume: Sanitärlösungen in Behandlungsräumen müssen die Abläufe des Praxisalltags unterstützen. Wichtig sind gut erreichbare, hygienisch bedienbare Entnahmestellen sowie Waschplätze, die sich einfach reinigen und desinfizieren lassen. Besonders wichtig ist die Planung rund um den Behandlungsstuhl.

Labor-, Technik- und Nebenräume:
In Labor-, Technik-, Sterilisations- und Abstellräumen werden zuverlässige Entnahmestellen benötigt. Da diese Entnahmestellen je nach Praxisablauf unterschiedlich stark genutzt werden, muss überlange Stagnation des Trinkwassers zuverlässig verhindert werden. Zudem sollten die Armaturen funktional, robust und pflegeleicht sein.

Patienten-WCs und Personalbereiche: Armaturen in Patienten-WCs und Personalbereichen sollten intuitiv, komfortabel und hygienisch sicher für jeden bedienbar sein. Um Verbrühungsrisiken auszuschließen, sind Temperaturbegrenzungen sinnvoll.

Sanierung, Praxisübernahme oder Neubau – worauf es ankommt

Trinkwasserinstallation frühzeitig mitdenken

Die Anzahl an Entnahmestellen in Zahnarztpraxen wird häufig unterschätzt. Dabei gibt es in nahezu allen Funktionsbereichen Wasseranschlüsse – in jedem Behandlungszimmer, in Technik-, Sterilisations-, Personal- und Nebenräumen sowie in WC- und Laborbereichen. Je nach Praxisgröße kommen so schnell 10 bis 15 Entnahmestellen zusammen, zusätzlich zahlreicher Geräteanschlüsse.

Entscheidend ist, dass die spätere Nutzung aller Entnahmestellen von Anfang an berücksichtigt wird: Welche Entnahmestellen werden täglich genutzt? Wo kann es zu längeren Stillstandzeiten kommen? Wie lässt sich ein regelmäßiger Wasserwechsel sicherstellen, um die Trinkwasserhygiene sicherzustellen?

Regelmäßigen Wasserwechsel sicherstellen

Grundvoraussetzung für den Erhalt der Trinkwassergüte: das Wasser muss fließen. Gerade in Zahnarztpraxen kann es schnell zu Stagnation kommen – etwa an langen Wochenenden, Feiertagen oder während der Betriebsferien. Auch einzelne Entnahmestellen in Labor-, Technik- oder Nebenräumen werden im Praxisalltag oft nur unregelmäßig genutzt.

Verbleibt das Wasser zu lange in den Leitungen, können sich Bakterien wie Legionellen oder Pseudomonas aeruginosa überdurchschnittlich vermehren. Um dem vorzubeugen, muss der regelmäßige Wasserwechsel über alle Entnahmestellen sichergestellt werden.

Behandlungsstuhl als kritischen Übergang beachten

Der Behandlungsstuhl ist in Zahnarztpraxen ein besonders sensibler Punkt. Denn hier wird aus Trinkwasser Betriebswasser, welches direkt in der Behandlung und am Patienten eingesetzt wird. Für diesen Bereich gelten daher besondere Hygienerichtlinien, etwa die des Robert-Koch-Instituts.

Um die Behandlungseinheit hygienisch sicher zu betreiben, sind regelmäßige Spülungen unerlässlich. Empfohlen werden mindestens zwei Minuten zu Beginn des Arbeitstages. Wichtig dabei: Diese Spülung kann nur dann zuverlässig wirken, wenn auch die zuführenden Leitungen zum Behandlungsstuhl bereits einwandfreies Trinkwasser enthalten – dieser Punkt wird in der Praxis häufig unterschätzt.

Zusätzlich wird das Betriebswasser in der Behandlungseinheit temperiert. Das kann die Einhaltung mikrobiologischer Grenzwerte zusätzlich erschweren.

Waschplätze hygienisch sicher gestalten

Waschplätze in Zahnarztpraxen müssen hygienische Arbeitsabläufe zuverlässig unterstützen. Ein zentraler Punkt ist die berührungslose Bedienung, um eine Rekontamination über Griffe oder Hebel nach der Händehygiene zu verhindern.

Auch die Gestaltung des Waschplatzes muss genau bedacht werden. Der Wasserstrahl sollte nicht direkt auf einen offenen Ablauf treffen, da sich im Siphon Pseudomonas aeruginosa und weitere gesundheitsrelevante Bakterien befinden können. Überläufe sind ebenfalls kritisch, da sich dort hygienische Problemzonen bilden können. Fugenarme Materialien und integrierte Flächen erleichtern zusätzlich Reinigung und Desinfektion.

Nutzungspausen und Betrieb der Trinkwasserinstallation außerhalb der Öffnungszeiten einplanen

Aus Versicherungsgründen sind Praxen außerhalb der Öffnungszeiten häufig wasser- und stromlos. Das Problem: Werden Anlagen vollständig abgeschaltet, können automatische Spülungen nicht stattfinden. Deshalb muss die Strom- und Wasserversorgung der Installation so geplant werden, dass notwendige Hygienemaßnahmen auch während Nutzungsunterbrechungen möglich sind.

Trinkwassergüte in Zahnarztpraxen erhalten mit Produkten und Lösungen von SCHELL GmbH & Co. KG

Elektronische Armaturen von SCHELL

Elektronische Armaturen wie XERIS E², CELIS E² und PURIS E² von SCHELL eignen sich ideal für den Einsatz in Zahnarztpraxen. Durch den präzisen ToF-Sensor (Time of Flight) werden die Armaturen kontaktlos ausgelöst, was das Risiko von Schmierinfektionen und einer Rekontamination nach dem Händewaschen reduziert. Gleichzeitig tragen elektronische Armaturen zum Erhalt der Trinkwassergüte bei – automatische Stagnationsspülungen sorgen für einen regelmäßigen Wasserwechsel. Das ist besonders wichtig, wenn einzelne Entnahmestellen zeitweise nicht genutzt werden.

Für den Einsatz im Küchenbereich eignet sich die hybride Küchenarmatur GRANDIS E von SCHELL, die sowohl eine manuelle als auch berührungslose Bedienung ermöglicht. Der Einhebelmischer erlaubt die gewohnte manuelle Steuerung, während der integrierte Infrarot-Sensor die berührungslose Betätigung mit voreingestellter Wassertemperatur sicherstellt. Robustheit, pflegeleichte Oberflächen und zuverlässige Technik machen die GRANDIS E ideal für den anspruchsvollen Praxisbetrieb.

SCHELL Wassermanagement-System SWS / SMART.SWS

Für Zahnarztpraxen mit vielen Entnahmestellen empfiehlt sich der Einsatz eines Wassermanagement-Systems. Das SCHELL Wassermanagement-System SWS / SMART.SWS vernetzt elektronische Armaturen und ermöglicht die zentrale Steuerung automatisierter Stagnationsspülungen. Gleichzeitig können Spülvorgänge dokumentiert und relevante Betriebsdaten bereitgestellt werden. So wird ein regelmäßiger Wasserwechsel unterstützt, auch an langen Wochenenden, während Betriebsferien oder bei zeitweise ungenutzten Entnahmestellen.

Hinweis: Die Dokumentation von Spülvorgängen ist ein wichtiger Bestandteil eines sicheren Hygienekonzepts. Zusätzlich sollte in regelmäßigen Abständen überprüft werden, ob der Wasserwechsel wie vorgesehen stattgefunden hat. Das kann beispielsweise über Temperaturmessungen oder einfache praktische Kontrollen erfolgen.

Architektur und Hygiene zusammen denken

Moderne Zahnarztpraxen sollten nicht nur funktional sein, sondern auch eine angenehme Atmosphäre schaffen. Empfangsbereich, Wartezimmer und Behandlunsgräume sollten so gestaltet sein, dass sie den Patienten Sicherheit und Wohlbefinden vermitteln. Gleichzeitig dürfen hygienische Anforderungen nicht in den Hintergrund rücken.

Entscheidend ist daher eine Planung, die Gestaltung und Hygiene von Anfang an zusammendenkt, um hygienische Risiken frühzeitig zu reduzieren. Gerade das Thema Trinkwasserhygiene ist eine wichtige Voraussetzung für einen langjährigen hygienisch sicheren Praxisbetrieb.

Auch Materialien und Oberflächen spielen eine wichtige Rolle. Diese sollten so gewählt werden, dass sie leicht zu reinigen sind, hygienische Arbeitsabläufe unterstützen und gleichzeitig gut in das architektonische Gesamtkonzept der Praxis integriert sind.

Es wird deutlich: Hygiene und Gestaltung schließen sich nicht aus. Im Gegenteil, eine durchdachte Architektur kann einen hygienisch sicheren Betrieb aktiv unterstützen.

Zukunftssichere Sanitärlösungen für moderne Zahnarztpraxen

Die Anforderungen an moderne Zahnarztpraxen sind hoch: Hygiene, Trinkwassergüte, Funktionalität, Komfort und ein wirtschaftlicher Betrieb müssen gleichermaßen berücksichtigt werden. SCHELL bietet passende und effiziente Lösungen, die Zahnarztpraxen fit für die Zukunft machen.

Einschätzung von Dr. Peter Arens, Hygieneexperte bei SCHELL:

„Für den hygienisch sicheren Betrieb einer Zahnarztpraxis ist der regelmäßige Wasserwechsel über alle Entnahmestellen ein zentraler Punkt. Viele unterschätzen dabei, wie viele Entnahmestellen in einer Praxis tatsächlich vorhanden sind. Hinzu kommen sensible Behandlungsbereiche und regelmäßige Nutzungspausen. Kommt es zu überlangen Stagnationszeiten in den Leitungen, können mikrobiologische Risiken entstehen – mit möglichen Folgen für Patienten und Praxispersonal.

Zahnärzte wollen sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und sich nicht zusätzlich um das Spülen einzelner Armaturen kümmern müssen. Automatische Spüleinrichtungen unterstützen den Erhalt der Trinkwassergüte und tragen zu einem hygienisch sicheren Praxisalltag bei.“

Weitere Themen:

Duscharmaturen - Küchenarmaturen - Waschtisch-Armaturen - Wassermanagement - WC-Spülsysteme - Elektronische Armaturen - Gebäudelösungen - Nutzerhygiene - Planungshilfen - Sanierung - Trinkwasserhygiene - Verbrühungsschutz

Sanitärbereiche in Krankenhäusern planen und sanieren

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