nhaltend hohe Außentemperaturen können dazu führen, dass sich Kaltwasserleitungen und das Wasser darin erwärmen. In den Ferien ist dieser Effekt häufig verstärkt: Viele Gebäude, wie beispielsweise Schulen, werden in dieser Zeit weniger genutzt und seltener gelüftet. Dadurch staut sich die Hitze im Gebäude.
Für die Trinkwasserinstallation bedeutet das: Je wärmer die Umgebung der Leitungen ist, desto größer ist das Risiko, dass sich auch das Wasser in den Leitungen erwärmt.
Ungünstige Leitungsführung und selten genutzte Entnahmestellen
Neben hohen Außentemperaturen können auch bauliche Gegebenheiten dazu beitragen, dass sich Trinkwasser kalt erwärmt. Moderne Gebäudehüllen sind häufig sehr dicht gebaut. Aus Energiespargründen ist das zwar sinnvoll, allerdings kann es auch dazu führen, dass die Wärme im Gebäude länger gespeichert wird. Zum anderen werden immer komplexere Trinkwasserinstallationen gebaut. Kritisch wird das vor allem, wenn Kaltwasserleitungen in warmen Bereichen verlaufen oder sich in unmittelbarer Nähe zu warmgehenden Leitungen befinden.
Hinzu kommen selten genutzte Entnahmestellen. Gerade in Schulen, Sportstätten oder öffentlichen Gebäuden ist die Nutzung während der Ferien deutlich heruntergefahren oder setzt ganz aus. Dadurch bleibt das Wasser länger in den Leitungen stehen.
Die Folge: längere Stagnation in den Leitungen der Trinkwasserinstallation bei gleichzeitig erhöhten Temperaturen im Kaltwasser – und damit ein erhöhtes Risiko für eine gesundheitsgefährdende Vermehrung von Legionellen.