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Mehrgenerationenbad: Was Sie bei der Planung beim Neubau beachten sollten

Unsere Gesellschaft wird älter. Damit verändern sich auch die Erwartungen an moderne Wohnräume im Laufe der Lebensphasen. Viele Menschen möchten möglichst lange selbstständig in den eigenen vier Wänden leben. Eine nachhaltige Architektur und die Ausstattung des Hauses sollte daher für Menschen jeden Alters optimal geeignet sein und ein langes selbstbestimmtes Leben ohne fremde Hilfe ermöglichen. Bei Neubauprojekten sollte dieser Anspruch schon heute mitgedacht werden.

Gerade im Bad sind Sicherheit, einfache Bedienung und ausreichende Bewegungsflächen entscheidend. Gleichzeitig spielt die Ästhetik eine wichtige Rolle – Generationenbäder sollen nicht nur funktional unterstützen, sondern auch hochwertig und zeitgemäß gestaltet sein. Wenn diese Punkte früh berücksichtigt werden, bleibt das Bad über viele Jahre nutzbar und bietet Komfort für jede Generation. Gleichzeitig steigert ein ausreichend großes und barrierefreies Bad den Wert einer Immobilie. SCHELL unterstützt dabei mit langlebigen, sicheren und flexibel nachrüstbaren Lösungen für eine zukunftsfähige Badplanung.

Was ein Bad für alle Generationen ausmacht

Mehrgenerationenbäder sollen für Jung und Alt Komfort, Sicherheit aber auch gleichermaßen ein ästhetisches Ambiente bieten. Die Planung im Neubau schafft dafür die besten Voraussetzungen, da wichtige Punkte direkt berücksichtigt werden können. So entsteht ein Raum, der flexibel bleibt und sich veränderten Bedürfnissen anpasst.  

Wesentliche Grundlagen für eine generationengerechte Ausstattung

Um in jeder Lebensphase nutzbar zu bleiben, sollten sich Generationenbäder an den Grundsätzen einer barrierefreien Badgestaltung orientieren. Die DIN 18040-2 bietet hier klare Regeln und Planungshilfen. Zu den wichtigsten Anforderungen gehören: 

  • Ausreichende Bewegungsflächen
  • Rutschhemmende Bodenbeläge 
  • Schwellenlose Zugänge und breite Türen 
  • Ebenerdige Duschen
  • Einfache Bedienung von Armaturen
  • Verbrühungsschutz durch Temperaturbegrenzungen (max. 45 °C an der Auslaufarmatur)
  • Stützgriffe und Halterungen 
  • Beleuchtung ohne Bledwirkung und gut erreichbare Bedienelemente
  • Unterfahrbares Waschbecken für Rollstuhlnutzer

Spezifische Anforderungen

Waschtisch: Der Waschtisch sollte unterfahrbar geplant werden und sowohl im Stehen als auch im Sitzen problemlos nutzbar sein. Die Armatur muss nicht nur gut erreichbar, sondern auch leicht und intuitiv bedienbar sein – sowohl für Kinder, als auch bei eingeschränkter Handbeweglichkeit. Wichtig ist zudem ein zuverlässiger Verbrühungsschutz, um insbesondere Kinder und ältere Menschen vor zu hohen Wassertemperaturen zu schützen. 

Dusche: Eine bodengleiche, schwellenlose Dusche ermöglicht den sicheren Einstieg in jeder Lebensphase. Zudem sollte die Dusche ausreichend Bewegungsfläche bieten und mit einer rutschhemmenden Oberfläche ausgestattet sein. Die Duscharmatur sollte gut erreichbar montiert und einfach zu bedienen sein. Ein integrierter Verbrühungs- und Verbrennungsschutz ist unerlässlich. Gerade in der Dusche können zu heiße Wassertemperaturen zu unkontrollierten Fluchtreaktionen und ernsthaften Verletzungen führen. Eine Sitzmöglichkeit erhöht zusätzlich Komfort und Sicherheit – nicht nur für ältere Menschen.

WC-Bereich: Im WC-Bereich sind ausreichende Platzverhältnisse entscheidend, um Bewegungsfreiheit zu gewährleisten. Stütz- und Haltegriffe sollten von Beginn an mitgedacht oder problemlos nachrüstbar sein. Sie benötigen eine tragfähige Unterkonstruktion und sollten deshalb bereits zu Beginn des Planungsprozesses bedacht werden. Auch auf Ausstattungsdetails kommt es an: So sollte der Toilettenpapierhalter einfach im Sitzen erreichbar sein, damit Kinder und Menschen mit eingeschränkter Mobilität das WC sicher und eigenständig nutzen können. 

Vorausschauend planen – was Sie heute schon für morgen berücksichtigen sollten

Eine vorausschauende Planung hilf dabei, spätere Sanierungen und hohe Kosten zu vermeiden. Gerade im Neubau lassen sich Strukturen so planen, dass sie bei Bedarf flexibel an veränderte Bedürfnisse angepasst werden können. Was heute mehr Komfort bedeutet, kann im Alter wichtige Unterstützung bieten. Wer diese Aspekte früh mitbedenkt, schafft die Grundlage für ein generationentaugliches Bad, das langfristig nutzbar bleibt.

Lösungen von SCHELL für Generationenbäder

Waschtische

Intuitiv bedienbare Armaturen mit einem zuverlässigen Verbrühungsschutz bieten am Waschtisch einen großen Mehrwert. Die Waschtisch-Armaturen der Serie MODUS und MODUS CARE von SCHELL sind für diesen Einsatz optimal geeignet. Die MODUS-Armaturen sind mit zwei unterschiedlichen Hebelvarianten erhältlich: Der geschlossene Designhebel überzeugt mit einer klaren, modernen Optik und intuitiver Bedienung. Der offene Bügelhebel ist dank seiner mittigen Aussparung besonders leicht greifbar und eignet sich ideal für Kinder sowie Menschen mit eingeschränkter Handbeweglichkeit. 

Für noch mehr Komfort und Sicherheit bietet SCHELL eine speziell für barrierefreie Anwendungen entwickelte Variante: den Einhebelmischer MODUS CARE EH-T. Der offene, verlängerte Bügelhebel mit ergonomischer Spitze ermöglicht eine besonders leichte Bedienung, auch bei geringer Handkraft. Ein integrierter Verbrühungsschutz sowie eine große und gut sichtbare farbliche Markierung von Warm- und Kaltwasser unterstützen eine intuitive und fehlerfreie Nutzung

Praktisch für eine flexible Badplanung: Der Bügelhebel MODUS Care EH-T kann auch nachträglich auf Waschtisch-Armaturen der Serie MODUS montiert werden. 

Duschen

Damit die Dusche in jedem Alter sicher genutzt werden kann, kommt es auf eine zuverlässige Temperaturregelung und einfache Bedienung an. Die Aufputz-Duscharmatur MODUS MD-T von SCHELL bietet mit innovativer ThermoProtect-Technologie einen wirksamen Schutz vor Verbrühungen. Darüber hinaus sorgt die IsoBody-Technologie dafür, dass sich das Gehäuse auch bei hohen Wassertemperaturen nicht aufheizt – für einen sicheren Verbrennungsschutz. Die durchdachte Gestaltung des Brausethermostats mit Flügelgriffen und Piktogrammen ermöglicht eine intuitive Bedienung, auch für Nutzergruppen mit einschränkungen. 

WC-Bereiche

Mit zunehmendem Alter wird die Nutzung des WCs für viele Menschen anspruchvoller. Stütz- und Stützklappgriffe bieten dem Nutzer die Möglichkeit, sich beim Hinsetzen und Aufstehen festhalten zu können. Auch wenn Stütz- oder Stützklappgriffe nicht sofort benötigt werden, sollten die baulichen Voraussetzungen dafür von Anfang an mitgedacht werden. Speziell für den Einsatz in barrierefreien Sanitärräumen hat SCHELL das WC-Spülkasten-Modul MONTUS Typ CS 120 entwickelt. Dank seiner schmalen Rahmenform lässt es sich problemlos mit den SCHELL Traglasten-Modulen MONTUS kombinieren – ein- oder beidseitig. Die Traglasten-Module ermöglichen eine einfache und normgerechte Installation von wandhängenden Stütz- und Stützklappgriffen sowie anderen Einrichtungselementen – auch im Nachhinein. Der WC-Bereich bleibt damit flexibel nutzbar und kann ohne großen baulichen Aufwand an neue Anforderungen angepasst werden. 

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