Sanitärbereiche in Krankenhäusern erfordern besonders hohe Hygienestandards. Sie stellen eine kritische Schnittstelle für die Verbreitung von Krankheitserregern dar – sowohl für Patienten als auch für medizinisches Personal. Neben Hygiene und Sicherheit spielen auch Funktionalität und Pflegeleichtigkeit eine zentrale Rolle. Die wichtigsten Anforderungen im Überblick:
Allgemeine Anforderungen
Nutzersicherheit: Sanitärbereiche in Krankenhäusern werden von Menschen aller Altersgruppen und mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen genutzt. Eine sichere Nutzung muss dabei jederzeit gewährleistet sein. Ein effektiver Verbrühungs- und Verbrennungsschutz ist daher unerlässlich, um Verletzungen zu vermeiden. Zudem muss die Nutzung für Menschen mit eingeschränkter Mobilität jederzeit sicher möglich sein.
Nutzerhygiene: Hohe Hygienestandards sind entscheidend, um Infektionsrisiken zu verhindern und eine sichere Nutzung zu gewährleisten.
Sauberkeit und Pflegeleichtigkeit: Sanitärbereiche im Krankenhaus müssen eine hohe Beständigkeit gegenüber intensiven Reinigungs- und Desinfektionsprozessen gewährleisten. Eine schnelle und gründliche Reinigung ist ebenso wichtig.
Trinkwasserhygiene: Die Sanitäranlagen in den Besucherbereichen eines Krankenhauses werden in der Regel intensiv genutzt. Gleichzeitig kommt es immer wieder vor, dass einzelne Patientenzimmer über längere Zeit leer stehen. Die dortige Stagnation in den Leitungen kann eine übermäßige Vermehrung von Legionellen begünstigen.
Nachhaltigkeit im Betrieb & Wassersparen: In Krankenhäusern ist ein sparsamer Umgang mit Wasser und Energie ein zentrales Thema – der Einsatz nachhaltiger und wassersparender Lösungen wird daher immer wichtiger.
Spezifische Anforderungen
Waschtische: Waschtische in Krankenhäusern müssen sicher und intuitiv für jeden bedienbar sein. Temperaturbegrenzungen sind verpflichtend, um Verbrühungsrisiken auszuschließen. Zudem müssen Materialien den hohen Anforderungen an Hygiene, Beständigkeit und Ressourcenschonung entsprechen.
OP- und Behandlungsbereiche: In Operations- und Behandlungsräumen gelten besonders strenge Hygienevorschriften. Hier müssen Armaturen und Sanitäranlagen komplett keimfrei nutzbar sein. Zudem sind langlebige und wartungsarme Lösungen gefragt, die Ausfälle im sensiblen OP-Betrieb vermeiden.
WC-Bereiche: Toilettenanlagen in Krankenhäusern werden von vielen Menschen mit unterschiedlichem Gesundheitsstatus genutzt. Daher sind robuste, vandalismussichere und leicht zu reinigende Armaturen und Spülsysteme erforderlich.
Duschen: Duschen müssen eine hohe hygienische Sicherheit gewährleisten und Verbrühungsrisiken zuverlässig ausschließen. Auch für Patienten mit eingeschränkter Mobilität ist eine sichere Nutzung sicherzustellen. Zudem müssen die Anforderungen an Effizienz, Pflegeleichtigkeit und einen ressourcenschonenden Betrieb erfüllt werden.
Küchenbereich: In Krankenhausküchen ist eine besonders hygienische Wasserversorgung essenziell, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden und die strengen Vorgaben an die Lebensmittelzubereitung einzuhalten. Robuste Materialien und eine einfache Reinigung sind hier ebenfalls entscheidend.
Technikbereiche: Technik- und Reinigungsräume sind häufig wenig frequentiert, benötigen aber dennoch zuverlässige Sanitärlösungen. Kompakte, platzsparende Armaturen, die ohne zusätzlichen Installationsaufwand auskommen, sind erforderlich.