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Hygienisch Trinken: Sauberkeit bei Flaschen und Wassersprudlern

Wenn im Sommer die Temperaturen steigen, sollten wir besonders viel trinken – am besten Wasser. Trinkflaschen und Wassersprudler sind dann im Dauereinsatz, zu Hause wie unterwegs. Doch gerade bei warmem Wetter vermehren sich Bakterien besonders schnell – und genau das macht die Hygiene jetzt umso wichtiger. Denn praktisch und umweltfreundlich sind Flasche und Sprudler nur, solange sie regelmäßig gereinigt werden. In der Praxis passiert das oft zu selten. Die Folge: Bakterien und ein Biofilm, der sich schon nach wenigen Stunden bilden kann. Auch verschmutzte oder verkalkte Armaturen können zum Bakterienherd werden. Dieser Beitrag zeigt typische Hygienefehler auf und gibt einfache Lösungen für sicheres Trinken im Alltag.

Bakterien, Biofilm und Co.: Hygienerisiken im Überblick

Warum Hygiene bei Trinkflaschen und Wassersprudlern wichtig ist 

Trinkflaschen und Wassersprudler können zur Brutstätte für Mikroorganismen werden, wenn sie nicht regelmäßig und gründlich gereinigt werden. In feuchten, schlecht belüfteten Umgebungen siedeln sich leicht Bakterien, Schimmelpilze und Hefen an – insbesondere bei höheren Temperaturen und in Verbindung mit Rückständen aus Getränken oder Speichel. Einige dieser Erreger sind zwar harmlos, andere hingegen können gesundheitliche Beschwerden verursachen, etwa Magen-Darm-Erkrankungen oder Infektionen.

Biofilm: Schutzschild für Keime

Ein besonderes hygienisches Problem stellt der sogenannte Biofilm dar – eine schleimartige Schicht aus Mikroorganismen, die sich an Innenwänden, Dichtungen und schwer zugänglichen Stellen bildet. Dieser Film schützt die enthaltenen Bakterien vor äußeren Einflüssen und erschwert ihre Entfernung erheblich. Einmal entstanden, bleibt der Biofilm oft selbst bei normaler Reinigung bestehen und kann so zum dauerhaften Hygienerisiko werden.

Trinklaschen: Materialien und ihre Reinigungseigenschaften

Das Material von Trinkflaschen beeinflusst stark, wie gut sie sich reinigen lassen

Kunststoff ist leicht und bruchsicher, aber oft hitzeempfindlich und anfällig für Mikrokratzer, die Bakterien Schutz bieten können. Deshalb ist schonende, regelmäßige Reinigung wichtig.

Edelstahl, Aluminium und Glas gelten als hygienischer. Edelstahl ist robust und kratzfest, Aluminium wird meist eloxiert, ist aber empfindlicher. Glas ist geruchsneutral und spülmaschinenfest, aber zerbrechlich.

Auch Innenbeschichtungen, Dichtungen und Verbindungsstücke spielen eine wichtige Rolle. Besonders Dichtungen aus Gummi oder Silikon können verschmutzen und einen Biofilm fördern, weshalb sie regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden sollten. Verbindungsstücke sind oft schwer zugänglich und können zu Bakterienherden werden.

Tipps zur Pflege und Reinigung

Trinkflaschen begleiten viele Menschen täglich – sei es im Büro, beim Sport oder unterwegs. Um Bakterien und unangenehme Gerüche zu vermeiden, sollten sie idealerweise täglich gründlich gereinigt werden. Bei intensiver Nutzung oder wenn die Flasche mit anderen Getränken als Wasser befüllt wird, kann eine noch häufigere Reinigung sinnvoll sein.

  • Kunststoffflaschen nur mit lauwarmem Wasser und mildem Spülmittel reinigen, keine hohen Temperaturen oder aggressive Reinigungsmittel verwenden. Kratzer vermeiden, da sie Keimnischen bilden können.
  • Edelstahl- und Glasflaschen sind meist spülmaschinenfest – vor der Reinigung Herstellerhinweise prüfen.
  • Dichtungen aus Gummi oder Silikon regelmäßig entfernen, separat reinigen und kontrollieren. Defekte Dichtungen zeitnah austauschen.
  • Innenbeschichtungen und Verbindungsstücke vorsichtig reinigen, mit kleinen Bürsten oder speziellen Reinigungssets auch schwer zugängliche Stellen säubern.
  • Regelmäßige Kontrolle auf Kalkablagerungen oder Verfärbungen, diese mit geeigneten Mitteln entfernen.
  • Flaschen und Sprudler nach dem Reinigen gut trocknen lassen, um Feuchtigkeit und Bakterienwachstum zu vermeiden.

Hygiene bei Sprudelgeräten: Worauf es ankommt

Für eine einwandfreie Funktion und hygienische Nutzung von Sprudelgeräten sind eine regelmäßige Reinigung und sorgfältige Pflege unerlässlich. Im täglichen Gebrauch können sich Rückstände und Verunreinigungen ansammeln, die nicht nur die Leistung beeinträchtigen, sondern auch gesundheitliche Risiken bergen.

  • Gerätereinigung: Gehäuse, Düsen und Tropfschale sollten regelmäßig mit einem weichen Tuch und mildem Reinigungsmittel gesäubert werden.
  • Herstellerhinweise beachten: Der Einsatz aggressiver Reinigungsmittel sowie das Eintauchen des Geräts in Wasser ist zu vermeiden.
  • CO₂-Kartuschen: Eine sachgemäße Lagerung und regelmäßige Kontrolle der Kartuschen sind wichtig – beschädigte Kartuschen dürfen nicht weiterverwendet werden.
  • Sprudelflaschen: Flaschen sollten nach jedem Gebrauch gründlich ausgespült werden. Dabei sind die vom Hersteller empfohlenen Temperaturgrenzen zu beachten. Abgenutzte oder beschädigte Flaschen müssen rechtzeitig ersetzt werden.

Trink-Tipp

Wenn Leitungswasser länger als vier Stunden in der Armatur und Installation gestanden hat, sollte es nicht mehr getrunken werden. Um stagnierendes Wasser auszuspülen, kaltes Wasser so lange laufen lassen, bis es sich wirklich kühl anfühlt. Danach die gewünschte Trinktemperatur einstellen, zapfen – und genießen.

Heiße Tage, warme Leitungen: Worauf es beim Trinkwasser ankommt

Ein kurzer Spülgang wie dieser lohnt sich das ganze Jahr – im Sommer aber ganz besonders. Denn hohe Temperaturen machen nicht nur Trinkflaschen und Wassersprudlern zu schaffen, sondern auch dem Wasser in den Leitungen.

Hitze und Stagnation erhöhen Legionellenrisiko

Legionellen sind Bakterien, die natürlicherweise im Trinkwasser vorkommen und in geringer Menge unbedenklich sind. Gefährlich werden sie erst, wenn sie sich stark vermehren. Begünstigt wird das durch Wärme und durch Wasser, das lange in der Leitung steht. Besonders wohl fühlen sie sich zwischen 25 und 45 °C. Übertragen werden sie nicht übers Trinken, sondern über feine, vernebelte Wassertröpfchen in der Luft – sogenannte Aerosole, wie sie zum Beispiel beim Duschen entstehen. Werden sie eingeatmet, können sie eine schwere Lungenentzündung auslösen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Raucher sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen der Atemwege.

So bleibt das Wasser in Bewegung

Riskant wird es vor allem, wenn Wasser über einen längeren Zeitraum in den Leitungen steht – zum Beispiel während des Sommerurlaubs. Die Sonne heizt die Räume auf und selbst das eigentlich kalte Trinkwasser kann sich über 25 °C erwärmen. Besonders anfällig sind dabei selten genutzte Zapfstellen. Die gute Nachricht: Vorbeugen ist einfach. Das Wichtigste ist, dass das Wasser regelmäßig fließt – spätestens alle 72 Stunden sollte einmal frisches Wasser durch alle Leitungen laufen. Komfortabel unterstützen dabei elektronische Armaturen von SCHELL, die automatische Stagnationsspülungen durchführen. Eine einfache, aber wirksame Maßnahme ist der Einbau an strategisch wichtigen Stellen – etwa im Gäste-WC oder in der Küche. Diese Entnahmestellen liegen am Anfang und Ende der Wohnungsinstallation. Werden sie regelmäßig gezielt gespült, werden automatisch die gesamte Wohnungszuleitung sowie Teile der Hauptleitung durchströmt – ganz ohne dass jemand zu Hause sein muss.

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