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Olympiastadion München

Wirtschaftliche Gesamtlösung für komplexe Trinkwasser-Installation

Das Olympiastadion München mit seiner einzigartigen Bauweise gilt als Wahrzeichen der Stadt. Nach rund 50 Jahren Betrieb war es Zeit für eine umfassende Sanierung der sanitären Anlagen. Die Herausforderung: Die Nutzung der weit über 100 WCs, Urinale und Waschtisch-Armaturen schwankt regelmäßig zwischen maximal intensiver Nutzung und langen Stillstandzeiten.

Objektdaten

Objektart: Multifunktionsstadion

Anforderung: Sanierung

Baujahr: 1972

Ort: München

Land: Deutschland

Größe: 69.000 Sitzplätze

Fachplaner: Obermeyer Gebäudeplanung GmbH & Co. KG., München

SCHELL Produkte:
WC-Spülkasten-Modul MONTUS Flow mit Betätigungsplatte MONTUS Field, Urinal-Modul MONTUS, Waschtisch-Armatur CELIS E, Waschtisch-Armatur WALIS E, SWS Leckageschutz-Armatur, Eckventil COMFORT PT mit Temperatur-Fühler, SWS Server, SWS Gateways

Herausforderung

Mehrere Zehntausend Besucher täglich, anschließend wochenlang Pause. Vor dem Hintergrund der extrem schwankenden Nutzung suchten die Betreiber des Münchner Olympiastadions nach einer intelligenten Lösung für die neue Trinkwasser-Installation. Folgende Aspekte sollten berücksichtigt werden: 
Erhalt der Trinkwassergüte, Option für Simulation des bestimmungsgemäßen Betriebs, bestmögliche Nutzerhygiene und Vandalismusschutz. Darüber hinaus sollte die Steuerung der Trinkwasser-Installation in die übergeordnete Gebäudeleittechnik des Stadions integrierbar sein.

 

Lösung

All diese Anforderungen konnten durch SCHELL mit dem Wassermanagement-System SWS, elektronischen Armaturen und weiteren Komponenten erfüllt werden. SWS bietet die Option für automatisierte, zeitgesteuerte, individuell programmierbare Stagnationsspülungen. Über Gruppenbildungen mehrerer Armaturen kann auch der bestimmungsgemäße Betrieb simuliert werden. So gibt es praktisch keine Stillstandzeiten und der Erhalt der Trinkwassergüte wird bestmöglich unterstützt. Automatisierte Stagnationsspülungen sind darüber hinaus weit wirtschaftlicher als manuell durchgeführte Spülungen – sowohl beim sparsameren Wasserverbrauch als auch beim Personaleinsatz. Über Gateways, die es für alle gängigen BUS-Protokolle gibt, konnte SWS in die Gebäudeleittechnik integriert werden, was den Wunsch nach einem Steuerorgan für alle Systeme des Gebäudes erfüllte. Alle bisher verbauten und in der weiteren Sanierung geplanten SCHELL Armaturen sind robust und vandalismusgeschützt. Weiter wird mit berührungslosen Armaturen, die das Risiko von Schmierinfektionen minimieren, die Nutzerhygiene unterstützt. 

Während die repräsentativen Teile des Olympiastadions im Laufe des 50-jährigen Bestehens sukzessive modernisiert und saniert wurden, befanden sich die Sanitäranlagen bis Anfang 2022 auf dem Stand von 1972. Anlässlich der „European Championships Munich“ wurde im März 2022 mit der Sanierung der WC-Anlagen begonnen. Diese werden aktuell mit nachhaltigen, digitalen SCHELL-Lösungen ausgestattet.

Nach Fertigstellung der Sanierung werden unter anderem 194 wassersparende WC-Spülkasten-Module MONTUS Flow mit der robusten Betätigungsplatte MONTUS Field, 408 Urinal-Module MONTUS, 90 berührungslose Waschtisch-Armaturen CELIS E und zehn Waschtisch-Armaturen WALIS E in den Sanitäranlagen des Stadions installiert und über das zentrale SCHELL Wassermanagement-System SWS vernetzt sein.

Automatisierte Stagnationsspülungen – Erhalt der Trinkwassergüte

Die schwankende Nutzung der Sanitäranlagen im Stadion bietet ein hohes Gefährdungspotenzial für die Trinkwasserhygiene, weil das Wasser während der Stillstandzeiten in der Trinkwasser-Installation stagniert. Dadurch können Bakterien, wie beispielsweise Legionellen, eine kritische Konzentration im Wasser überschreiten. Mithilfe von Stagnationsspülungen kann das stagnierende Wasser schnell und einfach ausgespült werden. 

Im Unterschied zur händischen Auslösung an der Armatur oder am WC-Spülkasten lassen sich über das SCHELL Wassermanagement-System SWS Stagnationsspülungen zentral einrichten, automatisch auslösen sowie lückenlos dokumentieren. Außerdem können über die Software unterschiedlichste Armaturenparameter zentral gesteuert werden. Die Option der Gruppenbildung macht dabei das gleichzeitige Auslösen mehrerer Armaturen zu einem festgelegten Zeitpunkt möglich. Dies hat den entscheidenden Vorteil, dass bei Bedarf hohe Fließgeschwindigkeiten in der Trinkwasser-Installation erreicht werden, die für eine turbulente Strömung und somit für ein effektives Spülen der gesamten Rohre, inklusive Rohrwandungen, nötig sind. 

Weniger Wasserverbrauch und Personalbedarf

Neben dem Beitrag zum Erhalt der Trinkwassergüte unterstützen automatisierte Spülungen den wirtschaftlichen Betrieb des Olympiastadions. Der Wasserverbrauch wird reduziert, da wesentlich weniger Wasser genutzt wird als bei der manuellen Auslösung von Stagnationsspülungen. Zudem wird erheblich weniger Manpower benötigt. Manuell wären umfassende regelmäßige und gleichzeitige Spülungen nur mit hohem Personal- und Zeitaufwand umzusetzen. Die elektronischen SCHELL Armaturen und Spülkasten-Module führen die vorgeschriebenen Stagnationsspülungen mittels SWS – nach entsprechender Einstellung – automatisch durch. 

Weniger Wasserverbrauch und Personalbedarf

Neben dem Beitrag zum Erhalt der Trinkwassergüte unterstützen automatisierte Spülungen den wirtschaftlichen Betrieb des Olympiastadions. Der Wasserverbrauch wird reduziert, da wesentlich weniger Wasser genutzt wird als bei der manuellen Auslösung von Stagnationsspülungen. Zudem wird erheblich weniger Manpower benötigt. Manuell wären umfassende regelmäßige und gleichzeitige Spülungen nur mit hohem Personal- und Zeitaufwand umzusetzen. Die elektronischen SCHELL Armaturen und Spülkasten-Module führen die vorgeschriebenen Stagnationsspülungen mittels SWS – nach entsprechender Einstellung – automatisch durch. 

Schutz vor Wasseraustritt und kritischen Temperaturen

Aufgrund der hohen Anzahl an zu vernetzenden Armaturen kommen insgesamt zehn SWS Server zum Einsatz, ebenso wie zehn Leckageschutz-Armaturen und Temperaturfühler. Dank der Leckageschutz-Armatur kann die Trinkwasser-Installation zu Zeiten, in denen sich keine Nutzer im Gebäude befinden, vollständig oder in Teilbereichen abgesperrt werden. Der Wasseraustritt wird im Fall einer Leckage minimiert. Hier sollten wir erwähnen, dass das jetzt kein Widerspruch zu eben gesagtem ist: Stagnationsspülungen haben Vorrang. Dafür wird die Leckageschutz-Armatur geöffnet. Für Stagnationsspülungen werden die Leckageschutz-Armaturen automatisch geöffnet und anschließend wieder abgesperrt. 
Dank der Temperaturfühler sind neben zeitgesteuerten Stagnationsspülungen auch temperaturgesteuerte Spülungen möglich, um kritische Wassertemperaturen zu erkennen und das Wasser über elektronische Armaturen ausspülen zu können. 

Selbst komplexe Trinkwasser-Installationen wie die des Olympiastadions mit weit über 100 WCs, Urinalen und Waschtisch-Armaturen, können dank SWS effektiv und komfortabel betrieben und verwaltet werden. Alle Daten, wie zum Beispiel Spülzeiten, Armaturen-Parameter, Temperaturverläufe und vieles mehr, werden erfasst und dokumentiert, so dass der Betreiber diese jederzeit auslesen und Anpassungen vornehmen kann.